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Neuer Biomarker für Prostatakarzinom?
Neuer Biomarker für Prostatakarzinom?
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 Verfasst am: 28.02.2009, 16:30 Titel: Neuer Biomarker für Prostatakarzinom?
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Bernd Administrator
Anmeldedatum: 17.08.2007 Beiträge: 375
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Verfasst am: 28.02.2009, 16:30 Titel: Neuer Biomarker für Prostatakarzinom? |
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Neuer Biomarker für Prostatakarzinom?
Deutsche Urologen warnen jedoch vor zu hohen Erwartungen
Mit Sarkosin identifizierten Forscher einen neuen Biomarker für Prostatakrebs. Sie hoffen nun auf einen Urintest zur einfacheren Diagnose. Die deutsche Gesellschaft für Urologie mahnt jedoch zur Zurückhaltung.
Forscher um Arul Chinnaiyan von der Universität Michigan in Ann Arbor (USA) hatten Urin-Proben von Prostatakrebs-Patienten mit denen von tumorfreien Personen verglichen. Dabei wiesen sie Sarkosin bei 79 Prozent der Patienten mit metastasierendem Prostatakarzinom nach und bei 42 Prozent der Patienten in frühen Tumorstadien.
Bei tumorfreien Patienten fand sich hingegen kein Sarkosin. Die Aminosäure sei in der Studie ein besserer Indikator für einen fortgeschrittenen Tumor gewesen als der PSA-Test, berichten die Forscher. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler Hinweise, dass Sarkosin nicht nur ein Stoffwechselprodukt ist, sondern auch an der Krebsentstehung beteiligt sein könnte.
Mehr als nur ein Stoffwechselprodukt?
Keine übereilten Hoffnungen
Die Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) warnt angesichts der Ergebnisse vor zu hohen Erwartungen - vor allem wegen der geringen untersuchten Fallzahl. "Es handelt sich zweifellos um ein aufstrebendes Forschungsgebiet, das auch zukünftig noch weitere interessante Ergebnisse aufwerfen wird", heißt es in einer Stellungnahme. Für den Einsatz in der Routinediagnostik sei es aber sicher noch zu früh. "Der Biomarker Sarkosin hat ein hohes wissenschaftliches Zukunftspotential", stellt DGU-Generalsekretär Prof. Michael Stöckle fest. "Es sieht aber eher so aus, als würde er die Patientenbehandlung allenfalls limitiert beeinflussen".
Fügten die Mediziner Sarkosin im Labor zu gutartigen Prostatazellen, so wurden diese zur Metastasenbildung angeregt. Bremsten sie hingegen in Prostatakarzinom-Zellen die Entstehung von Sarkosin, verhielten sich diese weniger aggressiv. Daher schreiben die Forscher der Aminosäure eine direkte Rolle bei der Tumorbildung zu.
Die Ergebnisse müssten zunächst in unabhängigen Untersuchungen reproduziert werden, schränkt Chinnaiyan ein. Er hofft jedoch, dass langfristig ein einfacher und aussagekräftiger Urintest als Diagnosemittel zur Verfügung stehen könnte.
dpa / fs / Quelle: Nature 457 (2009), 910, doi: 10.1038/nature07762 _________________ Seit 22 Jahren Arthrose – aber seit mehr als 20 Jahren schmerzfrei! |
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