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MS: Erste Erfolge für Stammzelltransplantation
MS: Erste Erfolge für Stammzelltransplantation
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 Verfasst am: 27.02.2009, 10:28 Titel: MS: Erste Erfolge für Stammzelltransplantation
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Bernd Administrator
Anmeldedatum: 17.08.2007 Beiträge: 375
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Verfasst am: 27.02.2009, 10:28 Titel: MS: Erste Erfolge für Stammzelltransplantation |
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MS: Erste Erfolge für Stammzelltransplantation
Ermutigende Ergebnisse einer Phase Ib/IIa Studie
Eine aktuell veröffentlichte Studie zur Stammzelltherapie bei Multiple Sklerose (MS) macht Hoffnung. Nach drei Jahren hatte sich der Zustand bei 81 Prozent der Patienten nicht nur stabilisiert, sondern sogar verbessert.
"Zwar bedarf es einer prospektiven randomisierten Studie, um die positiven Ergebnisse bei einer größeren Patientenzahl zu verifizieren und mögliche kurz- und langfristige Nebenwirkungen dieser Therapie zu erfassen", kommentiert der Prof. Hans-Peter Hartung, MS-Experte von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), "doch die Ergebnisse sind durchaus ermutigend".
Die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation wurde in der Vergangenheit bereits bei einer Reihe von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Hier werden durch Zytostatika und Immunsuppressiva ("Konditionierung") Blut-Vorläuferzellen aus dem Knochenmark der Patienten freigesetzt, eingefroren und später dem Patienten zurück infundiert.
Man unterscheidet Verfahren, die je nach Wahl der Zytostatika und Immunsuppressiva zu einer kompletten Eliminierung des Knochenmarks führen (myeloablativ) von "milderen", die das Knochenmark nicht zerstören (nicht-myeloablativ).
Bisherige nicht-kontrollierte Studien bei Patienten - vornehmlich mit fortgeschrittener sekundär progredienter MS - hatten keine eindeutige therapeutische Wirkung gezeigt. Dies könne darauf zurückzuführen sein, dass eine solche Behandlung im Stadium der sekundären Progression zu spät kommt, heißt es in einer Stellungnahme der DGN. Der Krankheitsprozess werde dann nicht mehr wesentlich von immun-getriggerten Entzündungsreaktionen vorangetrieben.
Nutzen und Risiken gut abwägen
In jedem Fall sei der mögliche Nutzen einer solchen invasiven Therapie gegen potenzielle Risiken abzuwägen, betont die DGN. Am schwerwiegendsten sei die mit diesem Verfahren verbundene Sterblichkeit, die etwa bei 3,3 Prozent liegt.
Eine aktuelle Phase-Ib/IIa-Studie, die Richard Burt und Kollegen von der Northwestern University (Chicago, USA) in "The Lancet Neurology" publizierten, zeigt jedoch gute Erfolge. Hier erhielten Patienten ein milderes Konditionierungsverfahren mit Cyclophophamid und Alemtuzumab beziehungsweise Antihymozytenglobulin. Eingeschlossen wurden 21 Patienten (mittleres Alter 33 Jahre, mittlere Krankheitsdauer fünf Jahre) mit schubförmiger Multipler Sklerose.
Deutliche Verbesserungen nach drei Jahren
Nach drei Jahren hatten sich 81 Prozent aller Patienten um einen Punkt auf der Behinderungsskala EDSS verbessert. Auch kognitive Funktionen und Lebensqualität erfuhren eine deutliche Verbesserung.
Bei 62 Prozent der Patienten zeigte sich weder klinisch noch in der Kernspintomografie Krankheitsaktivität. Es gab keine Todesfälle und keine sehr gravierenden Nebenwirkungen. 23 Prozent der Patienten erlitten allerdings sechs bis 16 Monate nach der Behandlung einen neuerlichen Schub.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Behandlung noch experimentell und keinesfalls ein Routineverfahren.
DGN / fs _________________ Seit 22 Jahren Arthrose – aber seit mehr als 20 Jahren schmerzfrei! |
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