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Herzklappenersatz aus Nabelschnurblut
Herzklappenersatz aus Nabelschnurblut
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 Verfasst am: 19.03.2009, 11:06 Titel: Herzklappenersatz aus Nabelschnurblut
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Bernd Administrator
Anmeldedatum: 17.08.2007 Beiträge: 375
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Verfasst am: 19.03.2009, 11:06 Titel: Herzklappenersatz aus Nabelschnurblut |
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Herzklappenersatz aus Nabelschnurblut kann Operationen ersparen
Autogener Herzklappenersatz aus Stammzellen wächst mit
Ein signifikanter Anteil von Babys und Kleinkindern mit angeborenen Herzfehlern benötigt eine künstliche Herzklappe, eine Gefäßprothese oder Fremdmaterial zur Rekonstruktion der anatomischen Strukturen. Körperfremde Materialien sind jedoch alle mit charakteristischen Komplikationen verbunden.
So entwickeln sich die Kinder schnell, während die Herzklappen jedoch nicht mitwachsen. Es muss daher mehrfach operiert werden.
Aus diesem Grunde sucht man gerade für diese Patientengruppe nach einer "idealen Herzklappe" mit einer lebenslangen Haltbarkeit sowie einem Wachstumspotential und einer Regenerationsfähigkeit vergleichbar mit eigenem biologischem Gewebe.
Eine potenzielle Lösung dieses Problems zeichnet sich in Experimenten an der Ludwigs-Maximilians-Universität München ab*. Den Forschern ist es gelungen, einen autogenen Herzklappenersatz aus humanen Nabelschnur-Stammzellen zu entwickeln. Bei der aktuellen Arbeit, die bei der diesjährigen Jahrestagung der "American Heart Association" in New Orleans viel Aufsehen erregt hat, wurden die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut oder den Nabelschnurgefäßen gewonnen und die entsprechenden Zellen isoliert.
Diese Zellen wurden für rund drei Monate eingefroren, anschließend rekultiviert und für das Tissue Engineering einer Herzklappe verwendet. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es den Forschern gelungen, sowohl vitale als auch funktionsfähige Herzklappenkonstrukte aus den Vorläuferzellen herzustellen.
Pränatale Sonographie entdeckt Herzfehler
Das künftige Konzept sieht vor, angeborene Herzfehler bereits vor der Geburt durch pränatale Sonographie zu erkennen. Die Eltern können sich dann dafür entscheiden, die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut aufbewahren zu lassen. Hier hat die Herzchirurgische Klinik eine Kooperation mit der Nabelschnurblut-Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen aufgebaut.
Mit Hilfe eines Dienstleisters (eticur GmbH) wird das Nabelschnurblut, das ansonsten verworfen wird, direkt nach der Geburt nach Erlangen gebracht und dort aufbereitet, getestet und aufbewahrt. Ziel der Forscher ist es, später mit Hilfe der gewonnenen Nabelschnurzellen einen körpereigenen Herzklappen- beziehungsweise Gefäßersatzersatz für diese Kinder herzustellen und schließlich auch in Großhadern zu implantieren.
Um die "maßgeschneiderten" Prothesen bei Kindern oder jungen Erwachsenen auch tatsächlich sicher verwenden zu können, sind jedoch weitere Forschungsarbeiten nötig. Auch Zulassungsfragen gilt es noch zu klären.
Klinikum der Universität München / fs _________________ Seit 22 Jahren Arthrose – aber seit mehr als 20 Jahren schmerzfrei! |
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